Nutzen und Pflichten der Teilnahme 

Die wesentlichen Vorteile einer Teilnahme an einem Implementing Agreement (IA) sind die Kooperation im FuE-Bereich, der internationale Informationsaustausch sowie die gute Vernetzung auf Expertenebene insbesondere in der Marktvorbereitungsphase einer Technologie. Darüber hinaus können die Mitglieder - ihren jeweiligen nationalen Interessen entsprechend - die Arbeitsthemen und Forschungsschwerpunkte mitgestalten. 

Zu den Pflichten gehören die Beteiligung am Arbeitsprogramm, die Teilnahme an Sitzungen der entsprechenden Tasks und die Entrichtung des Common Fund (Mitgliedsbeitrag für die Deckung anfallender Organisationskosten). Dieser ist von allen Mitgliedern in einem meist jährlichen Turnus zu begleichen.

Hinsichtlich der Finanzierung von IA sind mehrere Formen zu unterscheiden. Zum einen gibt es das Cost Sharing, bei dem der finanzielle Beitrag jedes einzelnen Partners durch Beschluss des Exekutivkomitees festgelegt und in den Common Fund eingezahlt wird. Hieraus werden gemeinsame Aktivitäten finanziert. Beim Task Sharing hingegen trägt jeder Partner durch Forschungs- oder Sachbeiträge zum Arbeitsprogramm bei. Für den Unterhalt eines Sekretariats wird auch hier von den Mitgliedern ein vergleichsweise geringer Beitrag in einen Common fund eingezahlt. Ebenfalls möglich ist eine Kombination aus Cost und Task Sharing. 

> Voraussetzungen zur Teilnahme an einem Implementing Agreement

Jedes Exekutivkomitee ist verpflichtet, regelmässig Jahresberichte zum Fortschritt des Programms sowie der einzelnen Tasks vorlegen. Vor dem Laufzeitende eines IA werden alle Ergebnisse in Form eines End of Term Reports (Abschlussbericht) dokumentiert und sowohl dem CERT als auch dem Governing Board vorgelegt. Darüber hinaus wird jedes IA anhand eines Kriterienkatalogs einer Begutachtung unterzogen.

> Handbuch Implementing Agreement (engl.)