Struktur eines Technology Collaboration Programme/Implementing Agreement

Die Teilnahme am Arbeitsprogramm eines Technology Collaboration Programme (TCP)/Implementing Agreement (IA) setzt den Beitritt der Regierung des Mitgliedslandes voraus. Die Regierung nominiert eine sogenannte Contracting Party, dabei handelt es sich meist um ein Ministerium oder eine Forschungseinrichtung. Jede Contracting Party stellt einen Vertreter für das Exekutivkomitee, das die Koordination des Programms zur Aufgabe hat. Ein Vertreter übernimmt dabei als gewählter Chair den Vorsitz. Alternativ können Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft als Sponsoren einem TCP/IA beitreten.

Die forschungs- und marktrelevanten Aktivitäten finden in den Projekten der einzelnen TCP/IA statt, den Tasks bzw. Annexes. Je nach Interessenslage können die Contracting Parties dabei entscheiden, an welchen Tasks sie sich aktiv beteiligen. Darüber hinaus steht die Teilnahme an Tasks und Annexes allen wissenschaftlichen Einrichtungen und gewerblichen Unternehmen offen. Die Koordination und Leitung eines Tasks übernimmt der Operating Agent, ein vom Executive Committee festgelegter Koordinator. Der jeweilige Projektinhalt wird in den Annexes schriftlich festgehalten.

Die Laufzeit eines TCP/IA ist auf fünf Jahre begrenzt, kann aber nach Ablauf immer wieder um weitere fünf Jahre verlängert werden.

Wesentliche Voraussetzung für die Einführung eines neuen TCP/IA ist eine mindestens bilaterale Initiative sowie die Zustimmung des Governing Board.